Kompressoren und Druckluftwerkzeuge

Mit Druckluft lassen sich große Kräfte auf den Punkt genau bündeln und perfekt dosiert für verschiedenste Tätigkeiten nutzen. Es gibt unzählige Anwendungsgebiete, in denen Druckluft mit entsprechenden Aufsätzen und Werkzeugen (z. B. Reifenfüller, Tacker- und Nagelpistole, etc.) das Werken leichter macht. Auch der Auftrag von Lacken und Lasuren ist mit einem Kompressor und einer Farbspritzpistole möglich. Die zuvor nötige Reinigung vor dem Neuanstrich erledigen Sie ebenfalls mit Druckluft und einer Ausblaspistole.

1. So funktioniert ein Kompressor

Kompressoren für Heimwerker sind in der Regel Kolben-Verdichter: Die Luft wird durch einen Filter angesaugt. Dahinter bewegt sich ein Kolben – wie bei einem Automotor – im Zylinder auf und ab. Der Kolben wird von einem Elektromotor angetrieben. Die so komprimierte Luft wird nicht direkt ausgestoßen, sondern wandert in den Druckbehälter. Der ist das Reservoir, aus dem kontinuierlich zwischen acht und zehn bar Druckluft abgegeben werden können. Ein Manometer am Gerät zeigt dabei den Druck im Kessel an. Zur Wartung lassen Sie über den Kondenswasserablass regelmäßig das Kondensat, das sich im Druckkessel gesammelt haben könnte, ab.

Beachten Sie: Ein Satz Räder erleichtert Ihnen den Transport der stabilen Geräte durch Haus und Garten.

Der Kompressor liefert die Power, das Druckluftwerkzeug erledigt die Arbeit. Um beides zu verbinden, benötigen Sie noch einen stabilen und trotzdem flexiblen Luftschlauch. Die Anschlusskupplungen sind genormt, haben meist 1/3 Zoll. Gebräuchliche Schlauchlängen liegen zwischen 5 und 20 Metern. Investieren Sie hier in Qualität: Es erleichtert Ihnen die Arbeit ungemein, wenn Sie nicht kontinuierlich gegen einen widerwilligen Schlauch arbeiten müssen.

Für jeden Bedarf von Hobby über Handwerk bis zu Industrie gibt es passende Kompressoren. Um den richtigen Kompressor für den jeweilen Bedarf auszuwählen, sollte man den Luftverbrauch des Werkzeugs/Verwenders beachten und einen Kompressor mit einer mindestens 20 Prozent höheren Abgabeleistung nehmen. 

Für Hobby, Freizeit und Haushalt eignen sich ölfreie, wartungsarme und kompakte Kleinkompressoren mit 1,5 PS und 230 Volt Nennspannung, wie zum Beispiel Boxy (für kleinste Arbeiten) oder solche mit 6 bis 24 Litern Kesselinhalt. Für anspruchsvolle Heimwerker und Handwerker werden ölgeschmierte Kompressoren mit Kesselinhalten von 50 bis 100 Litern angeboten. 

Für den stationären Einsatz in der Werkstatt gibt es größere Kompressoren, die auch eine höhere Lieferleistung haben. Mit Kesselvolumen von teilweise mehr als 100 Litern erlauben sie oft die Abgabe von mehr als 400 Litern Druckluft in der Minute. Sie werden immer dann benötigt, wenn schwere Werkzeuge im Dauerbetrieb eingesetzt werden sollen.

2. Für diese Arbeiten eignet sich ein Kompressor

Vorab: Tragen Sie beim Arbeiten mit dem Kompressor zur eigenen Sicherheit einen Gehör- und Augenschutz. Bei der Arbeit mit Farbe, Lack oder Lasur ist zusätzlich das Tragen einer Staubmaske empfehlenswert – das verhindert das Einatmen von Partikeln.

Das Auftragen von Lack, auch auf kleinen und kompliziert geformten Werkstücken, ist mit dem Kompressor nicht schwer. Sie brauchen dafür aber Übung und eine ruhige Hand, um eine saubere Oberfläche zu erzielen. Ganz anders verhält es sich mit dem Auftragen von speziell eingestellten Lasuren und Wetterschutzfarben im Außeneinsatz: Hier erreichen Sie mit dem Kompressor und einer Farbspritzpistole sofort tolle Ergebnisse. Auch der schnelle Arbeitsfortschritt mit Hilfe von Druckluft und Pistole an Zaun, Pergola oder Gartenzaun überzeugt.

Mit einer Tacker- oder Nagelpistole sind dickere Dämmplatten schnell fixiert – ideal auch bei Überkopfarbeiten. 

Mit einer Ausblaspistole entfernen Sie Schmutz und Staub aus den kleinsten Winkeln. Wer etwa einmal beim Motorrad-Basteln oder in der Auto-Werkstatt einen Kompressor mit Ausblaspistole zur Verfügung hatte, wird auf dieses Werkzeug nicht mehr verzichten wollen: Dreck, Staub und Straßenschmutz verschwinden auf Knopfdruck und man hat immer ein sauberes Werkstück in Händen.

Abbrucharbeiten, wie etwa lästiges abklopfen alter Fliesen, sind mit einem Meißelhammer-Aufsatz schnell erledigt.

Daneben gibt es noch viele weitere Einsatzgebiete für einen Kompressor, etwa als Schlagschrauber zum Lösen von Radmuttern (Autoradwechsel), als Schleifgerät zum Entrosten und Polieren, zur Kontrolle des Reifenluftdrucks für Fahrrad, Motorrad und Auto oder als Pumpe zum Aufblasen von Luftmatratze, Schlauchboot, Reifen & Co.

Stromversorgung

Denken Sie daran, dass Sie für den Außeneinsatz des Kompressors eine Stromversorgung benötigen. Der Druckluftbehälter wird beim Einsatz von Werkzeugen, die mehr Luft benötigen als eine einfache Ausblaspistole, nach wenigen Durchgängen geleert sein.

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