Kräuter für Getränke und Desserts

Kräuter sind nicht nur für Gesundheit und Soßen da. Kräuter können auch lustvoll Spaß machen. Wir laden ein zum Naschen im Kräutergarten! Grüner Genuss in Cocktails, Drinks oder als Highlight auf dem Nachtisch.


Raffinierte Kombinationen für Getränke und Desserts

Kräuter sind gesund und vernünftig. Kräuter helfen bei Mangelerscheinungen und machen fade Soßen lecker. Das ist alles sehr lobenswert. Aber Kräuter haben auch eine andere Seite: Kräuter fühlen sich auch an der Bar wohl. Sie haben keine Hemmungen, sich mit Alkohol zu verbünden und eine Schwäche für süße Nachtische und Eiskrem. Willkommen also auf der süßen Seite der Kräuter! Hier ist natürlich die Minze in all ihren Unterarten der Platzhirsch: Ganz gleich ob als Pfeffer-, Ananas oder Grapefruit-Minze oder die bei Kindern so beliebte Schoko-Minze. An den Unterarten der aufregend schmeckenden „Mentha“ führt hier kein Weg vorbei. Und dann ist da noch der Waldmeister, der Freund der kalten Getränke und der Bowle. Oder wie wär´s mit Lavendel, dem heimlichen König der Süßspeisen?


Zitronenmelisse

Die Zitronenmelisse (Melissa officinalis) ist ein mehrjähriges Küchenkraut mit feinem Zitronenaroma und robustem Wuchs. Sie darf in keinem Garten fehlen, denn die zartgrünen Blätter enthalten ein unvergleichlich feines, belebendes Zitronenaroma: zum Würzen, für Tees, Drinks und Cocktails. Die anspruchslose Pflanze wird 40 cm hoch, braucht etwas Platz und Licht, passt dabei aber auch gut in Balkonkästen und in Töpfe.

Ananasminze

Die Ananas-Minze (Mentha suaveolens variegata) erinnert mit ihrem Geruch sofort an reife Ananas. Die aromatischen Blätter eigenen sich ideal als Dekoration von Desserts, Kuchen und Torten, sowie für Cocktails. Die Minze wächst sowohl im Kübel, als auch auf dem Balkon oder im Garten, ihr Wuchs ist nicht so kräftig wie bei anderen Minzarten. Sie wird durch regelmäßiges Ernten und Schneiden in Form gehalten.

Grapefruitminze

Die Grapefruit-Minze (Mentha suaveolens x piperita) hat einen nur mäßigen bis geringen Mentholgehalt. Aber ihre Blätter und jungen Triebe verbreiten ein frisches, fruchtig-saures Aroma. Sie erinnern an eine frisch ausgepresste Grapefruit oder aufgeschnittene Pampelmuse. Besonders im Sommer ist sie ideal für erfrischende Getränke. Sie wächst relativ kompakt und bildet keine übermäßigen Ausläufer.

Minze Hugo

Diese Minze (Mentha spicata), die den Namen eines Drinks trägt, ist eigentlich eine mehrjährige Kräuterpflanze, deren Blätter besonders aromatisch sind. Sie braucht im Kräuterbeet einen durchlässigen, nährstoffreichen Boden in sonniger bis halbschattiger Lage. Auch eine Kultur im Kübel ist möglich. Ihre lilafarbenen, duftenden Blüten sind im Sommer ein Magnet für alle Bienen!

Cocktail-Rezept für einen erfrischenden Hugo

Zutaten:

  1. 2 cl Holunderblütensirup
  2. 160 ml Prosecco
  3. 1 Schuss Soda zum Auffüllen
  4. 2 Blätter Minze
  5. 1/2 Stück Limette

Zubereitung:

  1. Limette in Spalten schneiden. Eine Spalte über das Glas halten, kurz andrücken, damit einige Spritzer ins Glas tropfen. Danach eine Scheibe Limette ins Glas geben oder an den Glasrand stecken.
  2. Nun den Holunderblütensirup, ein paar Minzblätter und die Eiswürfel zufügen. Mit Prosecco und Sodawasser auffüllen.

    Tipp: Sie können auch eine alkoholfreie Alternative des Hugos wählen, indem Sie einfach den Prosecco durch Ginger Ale ersetzen.


Schweizer Minze

Die Schweizer Minze (Mentha piperita) kennt man aus dem berühmten Schweizer Kräuterbonbon. Hier treffen beim Geschmack Zitrone und Menthol zusammen. Gut für den Hals, noch besser für den Drink: als Beilage in Hugo & Co. Die Schweizer Minze ist mehrjährig, winterhart und sonnenliebend, aber auch für halbschattige Standorte geeignet. Nicht vergessen: Immer mit Wurzelsperre pflanzen, denn diese Minze wandert gern!

Schokominze

Die Schokominze (Mentha x piperita) ist eine erfrischend schmeckende Kräuterpflanze, mit einem einzigartigen Schoko- und Pfefferminzaroma. Die eiförmigen Blätter eigenen sich ideal als Dekoration und zum Aromatisieren von Desserts, Kuchen und Torten, sowie für Cocktails. Optimale Bedingungen für das Wachstum werden durch einen sonnigen bis halbschattigen Standort und durchlässigen, humosen, nährstoffreichen Boden geschaffen. Die Schokominze ist mehrjährig und interhart und wächst sowohl im Kübel auf dem Balkon, wie auch im Beet.


Waldmeister

Der echte Waldmeister (Galium odoratum) ist ein Klassiker im Kräutergarten. Vor allem in kühlen Getränken ist er sehr beliebt. Am besten im Herbst angepflanzt, treibt der Waldmeister im Frühjahr. Im Mai bilden die weißen Blüten einen Blickfang im Kräutergarten. Die Blätter sollten am besten vor der Blüte geerntet werden. Leicht getrocknet entfaltet er sein volles Aroma. Optimal für ihn sind humoser, frischer Boden und ein halbschattiger bis schattiger Standort. Er sollte nur mäßig gegossen werden.

Veganer Nusskuchen mit Vanillecreme und Waldmeistergelee

Zutaten für 12 Stück:

  1. 150 g Mehl
  2. 50 g Speisestärke
  3. 1 TL Backpulver
  4. 200 g Zucker
  5. Salz
  6. 100 ml Mineralwasser, mit Kohlensäure
  7. 150 g Margarine, vegan, flüssig
  8. 2 TL Zitronensaft
  9. 100 g Sojajoghurt
  10. 200 g Nüsse, gemahlen, gemischt, z. B. Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln
  11. 100 g Nüsse, gemischt, fein gehackt

Für die Creme

  1. 500 ml Mandelmilch
  2. 1 Päckchen Vanillepuddingpulver, vegan
  3. 40 g Zucker

Für das Gelee

  1. 1 Packung Götterspeise, vegan, Instant, Waldmeistergeschmack

Außerdem

  1. Waldmeister, mit Blüten, zum Garnieren, nach Belieben


Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit hohem Rand (ca. 30 x 40 cm) mit Backpapier auslegen. Mehl, Stärke, Backpulver, Zucker und 1 Prise Salz in einer Rührschüssel vermischen. Nach und nach unter ständigem Rühren erst das Mineralwasser, dann Margarine, Zitronensaft und Sojajoghurt zugeben. Zum Schluss die gemahlenen und fein gehackten Nüsse untermischen. Den Teig auf das Blech geben, glattstreichen und im Ofen 25–30 Min. backen (Stäbchenprobe). Herausnehmen und auskühlen lassen.
  2. Für die Creme 100 ml Mandelmilch abnehmen und mit dem Vanillepuddingpulver verrühren. Übrige Mandelmilch mit dem Zucker aufkochen, die angerührte Pudding-Mischung unterrühren und alles noch 1–2 Minuten köcheln lassen. Beiseitestellen und etwas abkühlen lassen. Die Creme auf dem Kuchen verteilen, glattstreichen und den Kuchen ca. 2 Stunden kühl stellen.
  3. Für das Gelee das Götterspeise-Pulver in eine Schüssel geben und mit 500 ml kochendem Wasser übergießen. Mit dem Schneebesen verrühren, bis sich das Pulver aufgelöst hat.
  4. Etwas abkühlen lassen, dann das flüssige Gelee auf die Creme gießen und den Kuchen nochmals 2 –3 Stunden kühl stellen.
  5. Zum Servieren in Stücke schneiden und mit Waldmeister garnieren.

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